Schmuckfunde: Brosche von Anna Sui, Vintage aus Japan und eine hochwertige Imitation
Auf einem Trödelstand des Chatuchak-Marktes, inmitten eines Haufens kaputter Sachen, wurde eine interessante Brosche entdeckt. Obwohl ein Cabochon fehlte, erregte das Schmuckstück Aufmerksamkeit durch seine „Aurora Borealis“-Strasssteine, die ihm einen besonderen Retro-Chic verleihen.

Die Anna-Sui-Brosche vom Chatuchak-Markt
Auf einem Trödelstand des Chatuchak-Marktes, inmitten eines Haufens kaputter Sachen, wurde eine interessante Brosche entdeckt. Obwohl ein Cabochon fehlte, erregte das Schmuckstück Aufmerksamkeit durch seine „Aurora Borealis“-Strasssteine, die ihm einen besonderen Retro-Chic verleihen.
Auf der Rückseite der Brosche wurde der Stempel der bekannten Marke Anna Sui entdeckt. Die Designerin Anna Sui stellt seit den 1990er Jahren ähnlichen Schmuck her. Der Ausführung nach zu urteilen, gehört dieses Exemplar zu ihren frühen Arbeiten, die vor dem Jahr 2000 entstanden sind. Somit ist es noch kein vollwertiger Vintage, aber bereits ein Stück mit Geschichte.
- Marke: Anna Sui
- Zeitraum: vermutlich vor 2000
- Materialien: Acryl-Cabochons, „Aurora Borealis“-Strasssteine
- Besonderheit: Der fehlende Cabochon wurde durch einen echten Mondstein ersetzt
Der Kauf erwies sich als besonders glücklich, da der Preis weniger als einen Euro betrug, was diesen Fund wirklich wertvoll macht.
Japanische Clip-Brosche „Chrysantheme“
| Merkmal | Beschreibung |
| Ausführung | Farbige Emaille, Clip-Verschluss |
| Design | Stilisiert als „Blumenexplosion“ oder Feuerwerk |
| Zeitraum | Charakteristisch für die 1950er – 1970er Jahre |
| Herkunft | Vermutlich japanisch |
Der nächste Kauf war eine Clip-Brosche in Form einer Chrysantheme. Sie ist aus einer goldfarbenen Schmucklegierung gefertigt, mit farbiger Emaille und durchsichtigen Strasssteinen in der Mitte verziert. Diese Art von Schmuck, bei der anstelle einer Nadel ein Clip verwendet wird, war Mitte des 20. Jahrhunderts beliebt.
Die Stilistik dieser Brosche ist sehr charakteristisch für eine bestimmte Epoche. Das Design, das an eine Blumenexplosion oder ein Feuerwerk erinnert, war in den 1950er bis 1970er Jahren weit verbreitet. Ähnliche Schmuckstücke wurden von bekannten Vintage-Marken wie Monet und Trifari hergestellt.
Trotz der Ähnlichkeit mit den Arbeiten amerikanischer Marken gibt es allen Grund zur Annahme, dass diese spezielle Brosche japanischer Herkunft ist und aus den 1960er oder 1970er Jahren stammt.

Stilisierung im viktorianischen Stil
Der letzte Fund ist eine Orden-Brosche, die im Stil der viktorianischen Ästhetik gehalten ist. Bei genauerer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass es sich nicht um ein Vintage-Schmuckstück handelt, sondern um eine hochwertige Neufertigung aus dem späten 20. oder frühen 21. Jahrhundert.
Obwohl es sich um eine moderne Arbeit handelt, ist die Brosche solide gefertigt. Sie ist recht schwer, was auf die Verwendung eines hochwertigen Materials hindeutet – höchstwahrscheinlich eine Zinklegierung mit galvanischer Beschichtung. Auf der Rückseite sind Gussbläschen zu sehen, die für diese Herstellungstechnologie typisch sind.
- Material der Einsätze: ähneln Kunststoff, geben beim Anklopfen mit einem Metallgegenstand einen dumpfen Ton ab.
- Herstellungstechnologie: Auf der Rückseite sind Gussspuren (Bläschen) sichtbar.
- Verschluss: imitiert einen antiken Verschluss, um zum Gesamtstil zu passen.
Obwohl die Brosche kein Vintage-Stück ist, handelt es sich um eine hochwertige, fabrikgefertigte Arbeit im „Antik-Look“. Solche Schmuckstücke können eine hervorragende Ergänzung für Kostümveranstaltungen sein, haben aber keinen Sammlerwert als Antiquität.
