Artist's Choice: Ein neues transparentes Modell für den Verkauf zeitgenössischer Kunst bei Auktionen - AUCBURG | AUCBURG
Artist's Choice: Ein neues transparentes Modell für den Verkauf zeitgenössischer Kunst bei Auktionen
Ein neues Verkaufsformat namens 'Artist's Choice' startet im September in New York. Die Initiative feiert ihr Debüt im Rahmen der kuratierten Auktion für zeitgenössische Kunst zum Saisonauftakt und eröffnet zeitgenössischen Künstlern und ihren Galerien einen neuen Weg, am Auktionsmarkt teilzunehmen.
Ein neues Verkaufsformat mit dem Titel 'Artist's Choice' wird im September in New York eingeführt. Diese Initiative wird in Verbindung mit der kuratierten Auktion für zeitgenössische Kunst zum Saisonauftakt ihr Debüt geben und schafft damit einen neuartigen Weg für zeitgenössische Künstler und ihre Galerien, sich am Auktionsmarkt zu beteiligen.
Das Kernkonzept ermöglicht es, Kunstwerke direkt aus dem Atelier des Künstlers zur Versteigerung zu bringen. Dieses Modell soll Künstlern und ihren Galerien mehr Handlungsspielraum bei der Gestaltung ihres eigenen Marktes geben und es ihnen ermöglichen, die direkten finanziellen Nutznießer der über diesen kollaborativen Kanal erzielten Verkäufe zu werden.
Ein Bekenntnis zu Wohltätigkeit und Transparenz
Begriff
Beschreibung
Hammerpreis
Der Zuschlagspreis für ein Kunstwerk bei einer Auktion, bevor zusätzliche Gebühren angerechnet werden.
Käuferaufgeld
Ein zusätzlicher Prozentsatz auf den Hammerpreis, der vom Käufer an das Auktionshaus gezahlt wird.
Nettoerlös
Der Endbetrag, den der Einlieferer (der Künstler und die Galerie) nach allen Abzügen erhält.
Ein entscheidender Aspekt des 'Artist's Choice'-Formats ist eine integrierte wohltätige Komponente. Jeder teilnehmende Künstler wählt eine Sache oder Institution, die ihm am Herzen liegt, um eine Spende zu erhalten. Konkret gehen 15 % des endgültigen Hammerpreises aus dem Verkauf ihres Werkes an die ausgewählte Wohltätigkeitsorganisation.
Dieser wohltätige Beitrag wird gemeinsam finanziert und zwischen dem Käuferaufgeld des Auktionshauses und dem Nettoerlös, den Künstler und Galerie erhalten, aufgeteilt. Diese Struktur gewährleistet ein gemeinsames Engagement für das philanthropische Ziel.
Transparenz ist ein Eckpfeiler dieses Ansatzes. Alle einliefernden Parteien und Begünstigten werden klar und offen genannt, sodass das Publikum genau über die Herkunft der Werke und den Verwendungszweck der Spendengelder informiert ist.
Ein Bekenntnis zu Wohltätigkeit und Transparenz
Der Auswahlprozess und die Marktwirkung
Die Auswahl der Künstler für diese Initiative ist ein kollaborativer Prozess. Das Auktionshaus arbeitet direkt mit Kunstgalerien zusammen, die wiederum Künstler aus ihrem Programm vorschlagen. Die endgültige Entscheidung ist das Ergebnis eines gemeinsamen Dialogs zwischen Künstler, Galerie und den Auktionsspezialisten, um zu bestimmen, welche Werke zu einem bestimmten Zeitpunkt am besten auf den Markt gebracht werden sollten.
Dieses Modell ermöglicht es Künstlern und ihren Galeristen, eine proaktivere Rolle in der Auktionswelt zu übernehmen. Es erweitert ihren Einfluss über die traditionellen Kontexte von Galerieausstellungen und Kunstmessen hinaus und ermöglicht es ihnen, ihre Präsenz auf dem Sekundärmarkt, der ein wachsendes Interesse an zeitgenössischen und jüngeren Künstlern verzeichnet, direkt zu gestalten und zu beeinflussen.
Der Auswahlprozess und die Marktwirkung
Zwei wesentliche Vorteile für Künstler und Galerien
Die Zusammenarbeit bietet klare Vorteile für Künstler und Galerien, die sich in zwei primäre Anwendungsfälle unterteilen lassen. Diese Szenarien berücksichtigen unterschiedliche Phasen der Karriere und Marktposition eines Künstlers.
Marktpotenzial nutzen. Für etablierte Künstler, deren Wiederverkaufspreise auf dem Sekundärmarkt ihre Primärmarktpreise übertroffen haben, bietet dieses Format einen direkten Weg. Es ermöglicht ihnen und ihrer Galerie, den finanziellen Mehrwert zu realisieren, der zwischen dem Primär- und Sekundärmarkt besteht.
Proaktiv einen Auktionspreis festlegen. Für Künstler, die möglicherweise große institutionelle Anerkennung genießen, aber einen sorgfältig kontrollierten Primärmarkt haben, ist dies eine Gelegenheit, einen Auktionsrekord aufzustellen. Es ermöglicht dem Künstler und der Galerie, eine proaktive Rolle bei der Festlegung eines öffentlichen Preises zu spielen, was ein breiteres Marktvertrauen aufbauen und neue Sammler anziehen kann.
Zwei wesentliche Vorteile für Künstler und Galerien
Eine globale Vision für die Zukunft
Obwohl das 'Artist's Choice'-Konzept bei der 'Contemporary Curated'-Auktion in New York initiiert wird, ist die Vision für das Programm global. Der Geist der Initiative ist darauf ausgelegt, skalierbar und anpassungsfähig zu sein.
Das langfristige Ziel ist es, dieses Verkaufsformat auf Auktionen weltweit auszuweiten. Diese Erweiterung soll schrittweise erfolgen, wobei dieses neue kollaborative Modell ab diesem Herbst in den breiteren Auktionskalender integriert wird.