Wie sich eine Sammlung amortisiert: Beispiel eines klugen Münzkaufs auf einer Auktion - AUCBURG | AUCBURG
Wie sich eine Sammlung amortisiert: Beispiel eines klugen Münzkaufs auf einer Auktion
Ein Ansatz beim Sammeln ist die Kombination von Käufen für den Eigenbedarf und für den anschließenden Wiederverkauf. Eine solche Strategie ermöglicht es, die Kosten für Stücke zu decken, die man in der persönlichen Sammlung behalten möchte. Ein anschauliches Beispiel ist ein Auktionskauf, der aus mehreren Münzen und Medaillen besteht.
Ein Ansatz beim Sammeln ist die Kombination von Käufen für den Eigenbedarf und für den anschließenden Wiederverkauf. Eine solche Strategie ermöglicht es, die Kosten für Stücke zu decken, die man in der persönlichen Sammlung behalten möchte. Ein anschauliches Beispiel ist ein Auktionskauf, der aus mehreren Münzen und Medaillen besteht.
Das Prinzip ist einfach: Ein Teil der erworbenen Lose, die eine hohe Liquidität oder einen hohen Anlagecharakter aufweisen, wird zum Verkauf angeboten. Die erzielten Einnahmen decken die Kosten für jene Exemplare, die der Sammler für sich behalten möchte, und können sogar einen zusätzlichen Gewinn für zukünftige Anschaffungen einbringen.
Die ersten Lose: Medaillen und ein Taler
Der Kauf umfasste eine Vielzahl von Objekten, von denen jedes seine eigenen Besonderheiten aufweist. Darunter lassen sich einige interessante Exemplare hervorheben.
Eine Medaille aus der Zeit der Weimarer Republik, gewidmet Albrecht Dürer. Es handelt sich um ein kunstvoll gefertigtes Stück, das jedoch Reinigungsspuren aufweist, was seinen Sammlerwert beeinträchtigen kann.
Eine Hindenburg-Medaille. Dieses Exemplar ist in einem besseren Zustand als das vorherige, ohne Reinigungsspuren und mit einer leichten Patina.
Ein Taler. Höchstwahrscheinlich wurde diese Münze für den Wiederverkauf erworben. Sie weist keinen Stempelglanz auf und wurde ebenfalls gereinigt. Dennoch ist der Zustand für einen Taler recht gut, was einen kleinen Gewinn beim Verkauf erwarten lässt.
Die ersten Lose: Medaillen und ein Taler
Die Münze 'Die Menschenmenge' – eine Investition in ein hohes Grading
Begriff
Beschreibung
Grade
Bewertung des Erhaltungszustands einer Münze nach einer speziellen Skala, die von Experten vergeben wird.
Slab
Eine spezielle Kunststoffkapsel, in die die Münze nach dem Grading versiegelt wird. Auf dem Slab sind alle Informationen über die Münze und ihr Grade angegeben.
Besondere Aufmerksamkeit bei diesem Kauf ziehen Münzen auf sich, die ein Grading durchlaufen haben. Grading ist der Prozess der Bewertung und Bestätigung der Echtheit und des Zustands einer Münze durch ein spezialisiertes Unternehmen.
Ein Beispiel für eine gelungene Investition ist die 2-Mark-Münze von 1913, bekannt als 'Die Menschenmenge'. Es ist eine recht häufige Münze, aber dieses Exemplar wurde von der Firma PCGS geslabbt und hat den sehr hohen Grade MS 66. Genau diese hohe Bewertung macht die Münze für den Wiederverkauf attraktiv. Es wird angenommen, dass es ratsam ist, solche Münzen mit einem Grade von MS 65 oder höher zu kaufen, und ein solches Exemplar wird leicht einen Käufer finden.
Die Münze 'Die Menschenmenge' – eine Investition in ein hohes Grading
Das zentrale Exponat: Medaille zu Ehren des belgischen Königs
Vermutlich war das zentrale Los, für das der gesamte Kauf getätigt wurde, eine große Silbermedaille. Es handelt sich um ein stattliches Exemplar mit einem Gewicht von wahrscheinlich über 100 Gramm, das höchstwahrscheinlich in der persönlichen Sammlung des Käufers verbleiben wird.
Auf der Vorderseite der Medaille ist Leopold I., der erste König der Belgier, abgebildet. Die Rückseite ist der Ausstellung von 1847 gewidmet (im Video gab es einen Versprecher bezüglich 1843). Diese schöne und imposante Medaille ist genau das Stück, dessen Kosten durch die anderen, für den Wiederverkauf gekauften Lose gedeckt werden sollen.
Das zentrale Exponat: Medaille zu Ehren des belgischen Königs
Die seltene Münze 'Universität Tübingen'
Ein weiteres interessantes Stück ist die 3-Mark-Münze von 1927 'Universität Tübingen' aus der Zeit der Weimarer Republik. Sie befindet sich in einem alten Slab der Firma NGC mit dem Grade MS 63. Obwohl der Grade nicht besonders hoch erscheinen mag, ist er für diese Münze ausgezeichnet.
Der Wert dieses Exemplars liegt in seiner Seltenheit begründet – die Auflage betrug nur 50.000 Stück. Die Weimarer Republik ist ein sehr beliebtes Sammelgebiet, und seltene Münzen in gutem Zustand sind immer gefragt. Daher ist eine Münze mit dem Grade MS 63, trotz der formell nicht höchsten Bewertung, eine sehr liquide und lohnende Anschaffung, die 'weggehen wird wie warme Semmeln'.
Die seltene Münze 'Universität Tübingen'
Wiederholung der Strategie und Fazit
In der Sendung befand sich auch eine weitere 'Menschenmenge'-Münze, ebenfalls mit dem hohen Grade MS 66 von PCGS. Das Vorhandensein von zwei identisch hoch bewerteten und liquiden Münzen bestätigt die durchdachte Strategie: Sie wurden speziell für den Wiederverkauf gekauft.
Ein solcher professioneller Ansatz ermöglicht es auch Sammlern, die keine Millionäre sind, ihre Sammlungen zu erweitern. Der Großteil der gekauften Lose wird verkauft, um die Kosten für ein oder zwei der begehrtesten Stücke zu decken. Dies ermöglicht nicht nur, die Ausgaben zu kompensieren, sondern auch Mittel für zukünftige Auktionen zu generieren.