Wie man eine hochwertige Fälschung eines Rubels von Alexander III. aus dem Jahr 1892 erkennt - AUCBURG | AUCBURG
Wie man eine hochwertige Fälschung eines Rubels von Alexander III. aus dem Jahr 1892 erkennt
Die Geschichte begann damit, dass eine Person einen Silberrubel von Alexander III. aus dem Jahr 1892 für 26.000 erwarb. Unmittelbar nach dem Kauf trat ein anderer Sammler an ihn heran und bot an, die Münze für 50.000 zu kaufen, was erste Verdachtsmomente aufkommen ließ.
Die Geschichte begann damit, dass eine Person einen Silberrubel von Alexander III. aus dem Jahr 1892 für 26.000 erwarb. Unmittelbar nach dem Kauf trat ein anderer Sammler an ihn heran und bot an, die Münze für 50.000 zu kaufen, was erste Verdachtsmomente aufkommen ließ.
Im Sammlerclub begann eine heftige Diskussion über die Echtheit des Exemplars. Die Hauptzweifel rief die Ziffer „2“ im Datum hervor – sie sah unnatürlich aus, „krumm und schief“. Das äußere Erscheinungsbild, einschließlich des Porträts des Kaisers und des Wappens, war auf hohem Niveau ausgeführt, was die Echtheitsbestimmung auf den ersten Blick erschwerte.
Um den Streit zu klären, wurde beschlossen, die umstrittene Münze mit garantiert echten Exemplaren aus einer anderen Sammlung zu vergleichen. Zum Vergleich wurden zwei Münzen desselben Jahres 1892 und eine von 1891 herangezogen.
Erste Überprüfung: Magnet und Gewicht
Münze
Gewicht (Gramm)
Original Nr. 1
19.6
Original Nr. 2
19.5
Zu prüfendes Exemplar
20.2
Der erste Schritt war die Prüfung der magnetischen Eigenschaften mit einem Neodym-Magneten. Die Münze war nicht magnetisch, was ein gutes Zeichen, aber kein endgültiger Beweis für die Echtheit ist, da hochwertige Fälschungen aus nichtmagnetischen Legierungen (z. B. Messing) mit Versilberung ebenfalls nicht auf den Magneten reagieren.
Der nächste Schritt war das Wiegen. Zum Vergleich wurden zuerst die Originalmünzen und dann das zu prüfende Exemplar auf die Waage gelegt. Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Abweichung im Gewicht.
Das Gewicht der verdächtigen Münze war um 0,6-0,7 Gramm höher als das der Originale. Eine solche Abweichung ist kritisch und deutet auf eine Nichteinhaltung der Prägestandards hin.
Erste Überprüfung: Magnet und Gewicht
Detaillierte Untersuchung: Dicke und Randschrift
Beim visuellen Vergleich des Porträts und des Wappens wurden außer natürlicher Abnutzung keine wesentlichen Unterschiede festgestellt. Die entscheidenden Abweichungen zeigten sich jedoch bei der Untersuchung des Münzrandes. Der Vergleich mit den Originalen offenbarte mehrere kritische Unterschiede.
Dicke. Die Fälschung erwies sich als deutlich dicker als die Originalmünzen.
Buchstabe 'A'. In den Initialen des Münzmeisters Apollon Grashof (АГ) war der Buchstabe 'A' auf der Kopie leicht schief.
Inschrift. Das Wort „ЧИСТАГО“ auf der Fälschung war etwas länger.
Ziffer '4'. Die Schreibweise der Ziffer '4' im Gewicht unterschied sich vom Original.
Initialen. Die Initialen (АГ) in Klammern auf der Fälschung waren schmaler.
Interessanterweise klang die Fälschung bei der Klangprobe sehr gut, fast wie echtes Silber. Genau das hätte viele Sammler, die sich auf diese Prüfmethode verlassen, in die Irre führen können.
Detaillierte Untersuchung: Dicke und Randschrift
Urteil: eine hochwertige Kopie
Aufgrund der Gesamtheit der Merkmale, insbesondere der Abweichungen bei Gewicht, Dicke und den Details der Randschrift, wurde das eindeutige Fazit gezogen – die Münze ist eine sehr hochwertige, aber dennoch eine Fälschung.
Der Käufer zahlte 26.000 für die Kopie, während ihr tatsächlicher Wert, unter Berücksichtigung der Ausführungsqualität, 1000 Tenge nicht übersteigt. Dieser Fall dient als wichtige Lektion für alle Sammler.
Die einzig zuverlässige Methode zur Überprüfung teurer Münzen ist der direkte Vergleich mit einem als Referenz dienenden, hundertprozentig echten Exemplar. Beim Kauf wertvoller Gegenstände muss man äußerst aufmerksam sein, sich Zeit nehmen und bei Zweifeln die Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen, die bereits Originale in den Händen gehalten haben und all ihre Feinheiten kennen.