Autogramm-Authentifizierung: So kaufen Sie keine Fälschung von gestern - AUCBURG | AUCBURG
Autogramm-Authentifizierung: So kaufen Sie keine Fälschung von gestern
Die Grundlage der Autogramm-Expertise ist eine detaillierte graphologische Analyse. Experten betrachten nicht nur die Ähnlichkeit der Buchstaben, sondern untersuchen Mikro-Merkmale, die praktisch unmöglich zu fälschen sind. Besondere Aufmerksamkeit wird drei Hauptaspekten gewidmet: dem Schreibdruck, der Dynamik und der Schreibgeschwindigkeit.
Handschriftenanalyse: Die drei Säulen der Echtheit
Die Grundlage der Autogramm-Expertise ist eine detaillierte graphologische Analyse. Experten betrachten nicht nur die Ähnlichkeit der Buchstaben, sondern untersuchen Mikro-Merkmale, die praktisch unmöglich zu fälschen sind. Besondere Aufmerksamkeit wird drei Hauptaspekten gewidmet: dem Schreibdruck, der Dynamik und der Schreibgeschwindigkeit.
Eine echte, von einer Person geleistete Unterschrift wird immer einen ungleichmäßigen Druck aufweisen. An manchen Stellen wird die Linie dicker sein, an anderen dünner – dies spiegelt die natürliche Bewegung der Hand wider. Fälschungen, insbesondere solche, die langsam und sorgfältig ausgeführt werden, verraten sich oft durch einen monotonen, „toten“ Druck.
Dynamik und Geschwindigkeit sind weitere wichtige Indikatoren. Ein echtes Autogramm wird in der Regel schnell, selbstbewusst und fließend geschrieben. Dies erzeugt eine lebendige, zusammenhängende Linie. Eine gefälschte Unterschrift wirkt oft unterbrochen, mit kleinen Stopps und Zitterbewegungen, die die Unsicherheit des Fälschers verraten, der versucht, eine fremde Handschrift zu kopieren. Zu den wichtigsten Merkmalen für die Analyse gehören:
Druck: Veränderung der Liniendicke und -intensität.
Geschwindigkeit: Flüssigkeit und Schnelligkeit des Schriftzugs.
Rhythmus: Natürliche Abfolge der Bewegungen.
Neigungswinkel: Konstanz oder natürliche Veränderung der Buchstabenneigung.
Buchstabenverbindungen: Einzigartige Verbindungen, die für eine bestimmte Person charakteristisch sind.
Die Zusammensetzung der Tinte: Eine Reise durch die Zeit
Wenn die graphologische Analyse Zweifel aufwirft, kommt die chemische Untersuchung der Tinte zur Hilfe. Diese Methode ermöglicht es, mit hoher Genauigkeit festzustellen, wann die Unterschrift geleistet wurde. Die Zusammensetzung von Tinten hat sich im Laufe der Zeit verändert, und die Verwendung moderner Materialien auf einem alten Dokument ist ein sicheres Zeichen für eine Fälschung.
Zum Beispiel wurden Kugelschreiber erst nach dem Zweiten Weltkrieg weit verbreitet. Ein Autogramm einer historischen Persönlichkeit aus dem 19. Jahrhundert, das mit einem solchen Stift geschrieben wurde, ist offensichtlich eine Fälschung. Dasselbe gilt für Filzstifte oder Gelschreiber, die noch später aufkamen.
Experten verwenden zerstörungsfreie Analysemethoden wie die Spektroskopie, um die chemische Zusammensetzung des Pigments und des Bindemittels zu bestimmen. Dies ermöglicht nicht nur, Anachronismen aufzudecken, sondern auch die Tinte mit Proben aus einer bestimmten Epoche zu vergleichen. So wird die Autogramm-Expertise oft zu einer echten historischen Ermittlung.
Die Zusammensetzung der Tinte: Eine Reise durch die Zeit
Autopen und Sekretärsunterschriften: Versteckte Gefahren
Vergleich mit Referenzmustern, Analyse von Geschwindigkeit und Rhythmus
Autopen
Gleichmäßiger Druck, Fehlen einer „lebendigen“ Linie, identische Kopien
Übereinanderlegen mehrerer Unterschriften, Fehlen von Anfangs- und Endpunkten des Schriftzugs
Sekretärsunterschrift
Von einer echten Hand geschrieben, aber mit kleinen stilistischen Abweichungen vom Original
Sorgfältiger Vergleich mit bestätigten Originalen, Suche nach untypischen Elementen
Längst nicht alle unechten Autogramme sind das Werk von Fälschern. Oftmals trifft man auf maschinelle oder sogenannte „Sekretärsunterschriften“, die ebenfalls keinen Sammlerwert haben. Das Verständnis ihrer Merkmale hilft, den Kauf eines wertlosen Objekts zu vermeiden.
Ein Autopen ist ein Gerät, das eine Unterschrift mechanisch mit einem echten Stift reproduziert. Solche Unterschriften wurden oft von Politikern, Astronauten und Stars für Massensendungen verwendet. Das Hauptmerkmal eines Autopens ist die perfekte Identität mehrerer Exemplare und ein gleichmäßiger, lebloser Druck.
Sekretärsunterschriften sind Autogramme, die von Assistenten im Namen einer berühmten Person geschrieben wurden. Sie sind von einer echten Hand geschrieben, aber nicht von der, deren Name angegeben ist. Sie sind schwieriger zu erkennen, da sie dem Original sehr ähnlich sein können. Hier hilft der Vergleich mit zweifelsfrei echten Exemplaren, bei dem kleinste, aber konsistente stilistische Abweichungen aufgedeckt werden.
Autopen und Sekretärsunterschriften: Versteckte Gefahren
Das Echtheitszertifikat (COA): Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Ein Echtheitszertifikat (Certificate of Authenticity, COA) ist ein Dokument, das bestätigen soll, dass ein Autogramm echt ist. Der Wert des Zertifikats selbst hängt jedoch direkt von der Autorität der ausstellenden Organisation oder des Experten ab. Leider gibt es auf dem Markt viele wertlose COAs, die von den Verkäufern selbst gedruckt werden.
Ein zuverlässiges Zertifikat ist nicht nur ein schönes Stück Papier. Es muss wichtige Informationen enthalten, die eine Überprüfung seiner Legitimität ermöglichen. Beim Kauf eines Autogramms mit COA ist es wichtig, auf den Ruf des Authentifikators zu achten. Führende globale Unternehmen wie PSA/DNA, JSA oder Beckett Authentication Services verfügen über umfangreiche Datenbanken und genießen das Vertrauen von Sammlern.
Um nicht Opfer eines Betrugs zu werden, sollte man prüfen, welche Elemente das Zertifikat enthält. Ein gutes COA sollte Folgendes beinhalten:
Ein klares Bild des Gegenstands mit dem Autogramm.
Eine eindeutige Seriennummer, die in der Online-Datenbank des Authentifikators überprüft werden kann.
Die vollständigen Kontaktdaten und der Name des authentifizierenden Unternehmens.
Oft – ein holografischer Aufkleber mit derselben Nummer, der auf dem Gegenstand selbst angebracht ist.
Das Fehlen dieser Elemente oder die Ausstellung eines Zertifikats durch ein unbekanntes Unternehmen sollte ein ernsthafter Grund sein, an der Echtheit des Autogramms zu zweifeln.