Bewertung von Antiquitäten: Warum man neuronalen Netzen nicht vertrauen sollte - AUCBURG | AUCBURG
Bewertung von Antiquitäten: Warum man neuronalen Netzen nicht vertrauen sollte
Unter den jüngsten Erwerbungen sticht eine alte Brosche besonders hervor. Ihre Einzigartigkeit besteht darin, dass eine recht seltene Münze in die Fassung eingearbeitet ist. Dies macht das Stück für Sammler besonders wertvoll.
Wenn das neuronale Netz irrt: Die Geschichte einer Brosche
Merkmal
Beschreibung
Münze
2 Mark, Anhalt
Prägejahr
1896
Auflage
50.000 Exemplare
Marktpreis in Deutschland
500 – 700 Euro
Unter den jüngsten Erwerbungen sticht eine alte Brosche besonders hervor. Ihre Einzigartigkeit besteht darin, dass eine recht seltene Münze in die Fassung eingearbeitet ist. Dies macht das Stück für Sammler besonders wertvoll.
Es handelt sich um eine 2-Mark-Münze, die 1896 in Anhalt geprägt wurde. Ihre Seltenheit ist auf die geringe Auflage von nur 50.000 Exemplaren zurückzuführen.
Die Geschichte des Kaufs dieser Brosche ist lehrreich. Der Inhaber eines Ankaufsgeschäfts, der den tatsächlichen Wert des Objekts nicht kannte, beschloss, es mithilfe des neuronalen Netzes ChatGPT zu bewerten. Nachdem er ein Foto mit seinem Smartphone gemacht hatte, erhielt er die Antwort: Die Münze sei nicht teuer, etwa 15-20 Euro wert, und der Gesamtwert der Brosche inklusive Arbeit betrage nicht mehr als 150 Euro. Schließlich wurde die Brosche für nur 80 Euro gekauft, was weit unter ihrem tatsächlichen Marktwert liegt. Diese Situation ist ein klares Beispiel dafür, warum man bei der Bewertung von Antiquitäten der Technologie nicht blind vertrauen sollte.
Weitere Funde aus demselben Ankauf
In demselben Ankaufsgeschäft, in dem die Brosche mit der seltenen Münze erworben wurde, fanden sich auch andere interessante Stücke. Darunter war eine weitere Brosche, diesmal in Form eines Insekts, das einem Schmetterling ähnelt.
Der Verkäufer, der offenbar wenig Erfahrung hatte, bewertete auch dieses Stück falsch. Die Brosche ist aus vergoldetem Silber und nicht aus Gold gefertigt. Sie wurde für 24 Euro gekauft.
Bemerkenswert ist, dass eine ähnliche Brosche zuvor auf der Online-Auktion eBay für 150 Euro verkauft wurde. Dies bestätigt einmal mehr, wie wichtig es ist, sich mit antiken Gegenständen auszukennen, um kein gutes Geschäft zu verpassen.
Weitere Funde aus demselben Ankauf
Eine monumentale Bronzemedaille
Ein weiterer bemerkenswerter Kauf war eine große Bronzemedaille. Sie zeichnet sich durch ihre Größe – etwa handtellergroß – und ihr Gewicht von 268 Gramm aus. Der Zustand des Stücks kann als exzellent beschrieben werden, ohne Kratzer oder Beschädigungen, mit einer edlen Patina.
In der Mitte – Kaiser Wilhelm II.
Oben links – Wilhelm I.
Oben rechts – Friedrich III.
Unten links – Generalfeldmarschall Moltke
Unten rechts – Kanzler Otto von Bismarck
Dieses Exemplar wurde für 150 Euro bei einem ursprünglichen Preis von 180 Euro erworben. Ähnliche Medaillen, die jedoch fast dreimal weniger wogen (91 Gramm), wurden bei Auktionen für 350 Euro ohne Aufgeld verkauft. Dies deutet auf die hohe Seltenheit und den Wert dieser speziellen, schweren Variante hin.
Eine monumentale Bronzemedaille
Originale Klingen aus dem Dritten Reich
Von einem alten Sammler, der beschloss, einen Teil seiner Sammlung aufzulösen, konnten zwei originale Klingen aus der Zeit des Dritten Reiches erworben werden. Die Echtheit beider Stücke, einschließlich ihrer Montage, wurde von Experten bestätigt.
Devise auf der Klinge: "Alles für Deutschland".
Hersteller: Hugo Linder, Solingen.
Herstellungszeitraum: Vorkriegszeit.
Das zweite Stück ist ein Dolch der Luftwaffe. Er ist ebenfalls vollständig original, einschließlich Gehänge und Portepee. Hersteller der Klinge ist die Firma Alcoso aus Solingen. Dies sind die ersten derartigen Stücke in der persönlichen Sammlung, und sie sind aufgrund ihrer Authentizität und ihres guten Erhaltungszustands von großem Interesse.