Kunst in Metall: Ein Leitfaden zum Eisenguss - AUCBURG | AUCBURG
Kunst in Metall: Ein Leitfaden zum Eisenguss
In der Kunst des Eisengusses nehmen deutsche Meister eine dominierende Stellung ein. Ursprünglich, bis zum 18. Jahrhundert, konzentrierte sich ihre Produktion auf Gebrauchsgegenstände. Hauptsächlich waren dies kleine, kunstvoll verzierte Öfen (Ofen) und Kamine für reiche Häuser, geschmückt mit gegossenen Türen und Portalen.
Vom Ofen zum Dekor: Die Geschichte des deutschen Eisengusses
In der Kunst des Eisengusses nehmen deutsche Meister eine dominierende Stellung ein. Ursprünglich, bis zum 18. Jahrhundert, konzentrierte sich ihre Produktion auf Gebrauchsgegenstände. Hauptsächlich waren dies kleine, kunstvoll verzierte Öfen (Ofen) und Kamine für reiche Häuser, geschmückt mit gegossenen Türen und Portalen.
Die Produktion konzentrierte sich aufgrund des kälteren Klimas hauptsächlich in Norddeutschland. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts gingen die Meister jedoch dazu über, dekorativere, kunstvollere und edlere Erzeugnisse zu schaffen und verwandelten so das Gebrauchshandwerk in wahre Kunst.
Klassifizierung und Eigenschaften von Gusseisen
Die gesamte Kunst des Eisengusses lässt sich grob in vier Hauptkategorien unterteilen, die helfen, sich in seiner Vielfalt besser zurechtzufinden.
Massenproduktionen
Autorenwerke
Künstlerische Erzeugnisse
Dekorative Gegenstände
Gusseisen selbst ist eine Art von Eisen. Es ist ein sehr hartes, aber gleichzeitig sprödes Material. Sein entscheidender Vorteil ist die Fähigkeit, selbst die kleinsten und feinsten Details im Guss präzise wiederzugeben, was es ideal für die Schaffung komplexer künstlerischer Formen macht.
Bis zum 19. Jahrhundert galt es als prestigeträchtig, einen Gegenstand aus Gusseisen auf dem Schreibtisch zu haben. Solche Erzeugnisse wurden ebenso hoch geschätzt wie Gegenstände aus Kupfer und Bronze, manchmal sogar höher. Man ist der Ansicht, dass die ausdrucksstarke schwarze Farbe des Gusseisens den Werken eine besondere Leuchtkraft und Tiefe verleiht.
Klassifizierung und Eigenschaften von Gusseisen
Bewertungskriterien für Kunstguss
Bei der Bewertung von künstlerischem Eisenguss, wie zum Beispiel Vasen aus den 1900er Jahren, sollte man auf mehrere entscheidende Punkte achten. Dies hilft, eine qualitativ hochwertige Arbeit von einer Fälschung oder einem zusammengesetzten Stück zu unterscheiden.
Standfestigkeit. Zuerst sollte man prüfen, wie der Gegenstand auf einer Oberfläche steht – fest oder wackelig.
Ausarbeitung der Details. Die Qualität kleiner Elemente wie Blütenblätter, Hände oder Früchte zeugt von der feinen Arbeit des Meisters.
Befestigungen. Man sollte Muttern und Schrauben untersuchen. Das Vorhandensein einer modernen Mutter kann auf eine Restaurierung oder darauf hinweisen, dass der Gegenstand aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt ist.
Qualität der Naht. Voluminöse Erzeugnisse wurden in der Regel aus zwei Hälften gegossen. Es ist wichtig, die Naht, an der sie verbunden sind, sorgfältig zu untersuchen und die Qualität ihrer Bearbeitung zu bewerten.
Rückseite. Die Rückseite eines Objekts kann viel über die Herstellungstechnologie verraten. Zum Beispiel können kleine Noppen ein Zeichen für modernen Vakuumguss sein, und Spuren eines Fräsers deuten auf maschinelle Bearbeitung hin.
Bewertungskriterien für Kunstguss
Das Qualitätsparadoxon: Warum frühe Güsse wertvoller sind
Es gibt ein interessantes Paradoxon im Zusammenhang mit der Serienproduktion von Eisenguss. Oft wird dasselbe Modell, beispielsweise ein Zierteller, über mehrere Jahrzehnte unter derselben Seriennummer hergestellt.
Je früher ein Stück hergestellt wurde, desto höher ist seine Qualität. Dies erklärt sich dadurch, dass die Gussform mit der Zeit verschleißt. Die ersten Güsse sind die schärfsten und detailliertesten, da die Form noch neu ist.
Mit den Jahren wird die Form „weichgezeichnet“, ihr Relief nutzt sich ab, was sich unweigerlich auf die Qualität der nachfolgenden Produkte auswirkt. Daher kann der Qualitätsunterschied beim Vergleich zweier identischer, aber zu unterschiedlichen Zeiten hergestellter Gegenstände enorm sein. Frühere Exemplare werden immer höher geschätzt.
Das Qualitätsparadoxon: Warum frühe Güsse wertvoller sind
Stempel und Seriennummern: Wie man die Zeichen liest
Signaturen und Stempel auf Eisenguss sind nicht immer vorhanden. In der Regel finden sie sich nur auf Werken von Künstlern, wo man die Signatur des Meisters, eine Seriennummer oder das Firmenzeichen finden kann.
Auf den meisten Massenprodukten findet man nur eine Seriennummer, mit der der Gegenstand im Katalog des Herstellers identifiziert werden kann. Zum Beispiel kennzeichnete die bekannte deutsche Firma Buderus, ein Pendant zum russischen Kasli-Guss, ihre Produkte mit einer Seriennummer und einem Firmenzeichen.
Das Fehlen einer Signatur bedeutet nicht zwangsläufig einen geringen Wert. Viel wichtiger sind die Ausführungsqualität, der Detaillierungsgrad und das Alter des Objekts.
Stempel und Seriennummern: Wie man die Zeichen liest
Investition in Gusseisen: Was lohnt sich zu kaufen?
Eisenguss kann ein gutes Investitionsobjekt sein. Besonders wertvoll sind hochwertige künstlerische Arbeiten und Werke von Künstlern, insbesondere wenn es sich um frühe Güsse handelt. Solche Gegenstände sind zweifellos eine lohnende Anlage.
Auch Massenprodukte und dekorativer Guss sind von Interesse. Die Hauptfrage hierbei ist die Lagerung, da die Gegenstände sperrig sein können. Wenn Lagerplatz vorhanden ist, zum Beispiel in einem Lager oder einem Landhaus, lohnt sich der Kauf solcher Stücke – sie sind immer gefragt und können wieder verkauft werden.
Es ist wichtig zu bedenken, dass der Gewinn bei Antiquitäten im Moment des Kaufs erzielt wird. Daher ist die Kenntnis der Details und die Fähigkeit, qualitativ hochwertige alte Arbeiten von moderner Massenware zu unterscheiden, der Schlüssel zu einer erfolgreichen Investition in Eisenguss.
Investition in Gusseisen: Was lohnt sich zu kaufen?