Die Welt der Antiquitäten: von alten Gegenständen zu unschätzbaren Artefakten - AUCBURG | AUCBURG
Die Welt der Antiquitäten: von alten Gegenständen zu unschätzbaren Artefakten
Ein antikes Grammophon von der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert funktioniert noch immer einwandfrei. Sein charakteristisches Knistern der Schallplatte lässt einen den „Geschmack der Zeit“ spüren, im Gegensatz zu den makellos reinen modernen Aufnahmen. Dieses Gefühl, die Vergangenheit zu berühren, ist einer der Hauptwerte, die antike Gegenstände in sich bergen.
Ein antikes Grammophon von der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert funktioniert noch immer einwandfrei. Sein charakteristisches Knistern der Schallplatte lässt einen den „Geschmack der Zeit“ spüren, im Gegensatz zu den makellos reinen modernen Aufnahmen. Dieses Gefühl, die Vergangenheit zu berühren, ist einer der Hauptwerte, die antike Gegenstände in sich bergen.
Antiquitätengeschäfte werden zur letzten Zuflucht für solche Gegenstände. Dinge, die auf dem Müll hätten landen können, finden hier in den Regalen ihren Platz und bewahren ein Stück Geschichte für neue Generationen. Dies ist ein Ort, an dem man verstehen kann, wie der Antiquitätenmarkt funktioniert und nach welchen Kriterien Artefakte ausgewählt werden.
Was bestimmt den Wert von Antiquitäten?
Nach russischen Standards gilt ein Gegenstand als antik, wenn er vor mehr als 50 Jahren hergestellt wurde. Das Alter ist jedoch bei weitem nicht das Hauptkriterium, das seinen Wert bestimmt. Ein Gegenstand kann hundert Jahre alt sein, aber wenig kosten, wenn er in Massenproduktion hergestellt wurde und viele Exemplare bis heute erhalten geblieben sind.
Der wahre Wert eines antiken Gegenstands setzt sich aus mehreren Schlüsselfaktoren zusammen. Es ist ihre Gesamtheit, die einen gewöhnlichen alten Gegenstand in ein wertvolles Artefakt verwandelt.
Einzigartigkeit
Seltenheit
Erhaltungszustand und Zustand
Künstlerischer Wert
Was bestimmt den Wert von Antiquitäten?
Die Geschichte zweier Ikonen: Seltenheit und Handwerkskunst
Als Beispiel kann man eine Ikone aus der Mitte des 19. Jahrhunderts betrachten, deren Wert Zehntausende von Dollar erreichen kann. Ihr Wert wird durch spezifische Details bestimmt, während eine andere, einfachere Ikone aus derselben Zeit möglicherweise kein Investitionsinteresse darstellt. Der Unterschied in den Details ist gewaltig.
Der Wert einer guten und seltenen Ikone beginnt bei 100.000 Rubel. Neben den technischen Merkmalen spielt auch der subjektive Faktor eine wichtige Rolle – ob der Gegenstand dem Sammler gefällt. Es ist bekannt, dass der Sänger Grigory Leps den Grundstein für seine berühmte Sammlung legte, indem er sein Auto gegen eine Ikone eintauschte, die ihn tief beeindruckt hatte.
Die Geschichte zweier Ikonen: Seltenheit und Handwerkskunst
Investitionen in Antiquitäten und das Fälschungsrisiko
Antiquitäten gelten als eine der sichersten Anlagemöglichkeiten, dies gilt jedoch nur für teure und einzigartige Stücke. Beispielsweise erzielte ein Investor, der in gewöhnliche (nicht für Sammler bestimmte) Goldmünzen aus der Zeit Nikolaus' II. investierte, nach einem Jahr einen Gewinn von 25 %. Gleichzeitig steigen preiswerte antike Gegenstände in der Regel nicht im Wert.
Beim Investieren in Antiquitäten muss man äußerst vorsichtig sein, da der Markt mit sehr hochwertigen Fälschungen überschwemmt ist, die für einen Laien äußerst schwer zu erkennen sind. China ist führend in der Herstellung solcher Fälschungen. Kürzlich sind auf dem russischen Markt gefälschte Silberrubel aller Art aufgetaucht, von den seltensten bis zu den häufigsten. Oft werden sie über ältere Menschen mit einer glaubwürdigen Legende vom „Erbe des Großvaters“ verkauft.
Investitionen in Antiquitäten und das Fälschungsrisiko
Quellen der Schätze: Woher kommen die Artefakte
Die Suche nach Antiquitäten ist eine echte Jagd. In Regionen wie Sibirien, mit einer relativ kurzen Geschichte, gibt es nur wenige einzigartige antike Gegenstände. Die meisten Stücke werden aus dem europäischen Teil Russlands gebracht, wo die Geschichte reicher ist. Manchmal gelangen Gegenstände auf unerwarteten Wegen nach Sibirien, zum Beispiel als Trophäen nach dem Zweiten Weltkrieg.
So fand sich in einem Geschäft eine französische Bronzestatue aus der Mitte des 19. Jahrhunderts im Wert von 20.000 Dollar, die aus Deutschland gebracht wurde. Es gibt noch erstaunlichere Geschichten: Der Sessel des berühmten Krasnojarsker Goldindustriellen Pjotr Kusnezow aus Palisanderholz mit einem goldgestickten Monogramm wurde auf einer Mülldeponie gefunden, wohin ihn ein örtlicher Club geworfen hatte.
Manchmal findet man Schätze buchstäblich unter den Füßen. Im Bezirk Jemeljanowo wurde ein Schatz aus der Zeit des Bürgerkriegs entdeckt – etwa 500 Silbermünzen, die in der Höhlung eines alten Pfostens versteckt waren. Diese Münzen, die fast hundert Jahre in der Erde gelegen hatten, waren in perfektem Zustand erhalten.