Vorsicht, Fälschung: Wie man eine gefälschte Silbermünze von einer echten unterscheidet - AUCBURG | AUCBURG
Vorsicht, Fälschung: Wie man eine gefälschte Silbermünze von einer echten unterscheidet
Im Mittelpunkt steht eine Silbermünze im Wert von 50 Kopeken aus dem Jahr 1927. Auf ihrer Vorderseite sind das Wappen der UdSSR und die Aufschrift „odin poltinnik“ abgebildet, auf der Rückseite eine Figur eines Arbeiters mit einem Hammer. Die Besonderheit dieses Exemplars ist der glatte Rand, das heißt, das Fehlen einer Inschrift auf dem Münzrand.
Seltenes Exemplar oder Fälschung? Die 50-Kopeken-Münze von 1927
Im Mittelpunkt steht eine Silbermünze im Wert von 50 Kopeken aus dem Jahr 1927. Auf ihrer Vorderseite sind das Wappen der UdSSR und die Aufschrift „odin poltinnik“ abgebildet, auf der Rückseite eine Figur eines Arbeiters mit einem Hammer. Die Besonderheit dieses Exemplars ist der glatte Rand, das heißt, das Fehlen einer Inschrift auf dem Münzrand.
Laut dem Fedorin-Katalog sind Münzen dieses Jahrgangs ohne Randinschrift selten. Ihr Katalogwert wird auf 1000 konventionelle Einheiten geschätzt. Ein so hoher potenzieller Wert macht die Frage der Echtheitsbestimmung dieses Exemplars von entscheidender Bedeutung.
Erste Tests: Magnettest und Standfestigkeitsprüfung
Die erste und einfachste Methode zur Überprüfung einer Silbermünze ist der Magnettest. Echtes Silber ist nicht magnetisch. Als ein Magnet an die untersuchte 50-Kopeken-Münze von 1927 gehalten wurde, erfolgte keine Reaktion. Das bedeutet, dass die Legierung nicht magnetisch ist und die Münze den ersten Test besteht.
Die nächste Methode ist die Prüfung der Rechtwinkligkeit des Randes. Man geht davon aus, dass eine qualitativ hochwertig geprägte Münze gerade auf ihrem Rand stehen sollte. Beim Aufstellen auf eine ebene Fläche zeigten sowohl der echte als auch der untersuchte Poltinnik eine gute Standfestigkeit. Somit wurde auch diese Prüfphase bestanden.
Erste Tests: Magnettest und Standfestigkeitsprüfung
Wiegen und Klangprobe: Erste Zweifel
Einer der Schlüsselparameter ist das Gewicht. Das Standardgewicht eines silbernen Poltinnik aus dieser Zeit beträgt genau 10 Gramm. Das Wiegen auf einer präzisen elektronischen Waage ergab, dass sowohl das nachweislich echte Exemplar als auch die untersuchte Münze 10,00 Gramm wiegen. Bei diesem Parameter wurden keine Abweichungen festgestellt.
Jedoch rief die Klangprobe ernsthafte Zweifel hervor. Eine echte Silbermünze erzeugt bei einem leichten Anschlag einen charakteristischen feinen, hohen und hellen Klang. Der Klang der untersuchten Münze war jedoch merklich dumpfer und tiefer. Ein solcher Unterschied in den akustischen Eigenschaften ist ein gewichtiges Argument dafür, dass die Münze eine Fälschung sein könnte.
Wiegen und Klangprobe: Erste Zweifel
Analyse des Münzrandes: Der Schlüssel zur Herstellungstechnologie
Die zuverlässigste Methode zur Aufdeckung einer Fälschung ist der Vergleich von Details mit einem nachweislich echten Exemplar. Bei genauer Betrachtung des Randes (der Kante) der beiden Münzen zeigt sich der Hauptunterschied. Bei der echten Münze hat der Rand eine klare, rechtwinklige Form, während er bei der Fälschung abgerundet ist, sozusagen „wie abgeschliffen“.
Eine solche Form des Randes weist auf die Herstellungstechnologie hin. Während echte Münzen geprägt werden, was scharfe Kanten erzeugt, sind abgerundete Kanten charakteristisch für den Guss. Dieses Merkmal deutet fast eindeutig darauf hin, dass die untersuchte Münze eine Kopie und kein Originalprodukt der Münzprägeanstalt ist.
Analyse des Münzrandes: Der Schlüssel zur Herstellungstechnologie
Vergleich der Prägestempel: Aufdeckung von Detailunterschieden
Merkmal
Gefälschte Münze
Echte Münze
Datum „1927“
Die Ziffern sind breiter und gröber ausgeführt.
Die Ziffern sind dünn und klar gezeichnet.
Hammer des Arbeiters
Die Form des Hammers ist breit und ähnelt dem Design der Münzen von 1924.
Der Stiel des Hammers ist dünn, und der Hammer selbst hat eine andere, elegantere Form.
Inschriften auf der Vorderseite
Die Buchstaben sind breiter und wirken leicht verschwommen.
Die Buchstaben sind dünner und haben klare Konturen.
Neben dem Rand offenbart auch ein detaillierter Vergleich der Abbildungen auf der Vorder- und Rückseite zahlreiche Unstimmigkeiten. Diese Unterschiede bestätigen, dass es sich bei der Münze um eine Fälschung handelt.
Diese Abweichungen in den Details des Prägestempels, insbesondere in der Zeichnung des Hammers und der Schriftart der Datumsziffern, sind ein unwiderlegbarer Beweis für die Fälschung.
Vergleich der Prägestempel: Aufdeckung von Detailunterschieden
Urteil: Hochwertige Fälschung mit Silberbeschichtung
Obwohl die Münze die Tests auf Gewicht und das Fehlen magnetischer Eigenschaften bestanden hat, handelt es sich um eine Fälschung. Die entscheidenden Faktoren waren der dumpfe Klang, der abgerundete Gussrand und die zahlreichen Unterschiede in den Details des Prägestempels auf beiden Seiten.
Eine anschließende Laboranalyse ergab, dass der Kern der Münze aus einem anderen Metall gefertigt ist, auf das eine Silberbeschichtung aufgetragen wurde. Dies erklärt, warum einige Tests erfolgreich bestanden wurden. Dieser Fall zeigt, dass zur Echtheitsbestimmung von Münzen eine umfassende Analyse aller Merkmale erforderlich ist und nicht nur die Überprüfung von ein oder zwei Parametern.
Urteil: Hochwertige Fälschung mit Silberbeschichtung