Der Silberrubel von 1924: Wie man eine hochwertige Fälschung erkennt - AUCBURG | AUCBURG
Der Silberrubel von 1924: Wie man eine hochwertige Fälschung erkennt
Der Silberrubel von 1924 gilt als eine der schönsten großen Münzen der Sowjetzeit. Sein Design ist ein anschauliches Beispiel für die Propaganda jener Zeit: Auf der Vorderseite ist ein Arbeiter abgebildet, der einem Bauern auf die aufgehende Sonne über einer Fabrik zeigt. Dieses Motiv symbolisiert die strahlende Zukunft des jungen Sowjetstaates.
Der Silberrubel von 1924 gilt als eine der schönsten großen Münzen der Sowjetzeit. Sein Design ist ein anschauliches Beispiel für die Propaganda jener Zeit: Auf der Vorderseite ist ein Arbeiter abgebildet, der einem Bauern auf die aufgehende Sonne über einer Fabrik zeigt. Dieses Motiv symbolisiert die strahlende Zukunft des jungen Sowjetstaates.
Diese Münzen haben eine wichtige historische Bedeutung. Sie waren die ersten Rubel, die mit dem Wappen der UdSSR ausgegeben wurden und lösten die Münzen der RSFSR ab. Außerdem waren es die letzten großen Silbermünzen, die im Land der Sowjets geprägt wurden.
Vergleich von Fälschung und Original
Beim Vergleich zweier Exemplare des Rubels von 1924 stellt sich heraus, dass eines davon eine Fälschung ist. Es handelt sich um eine chinesische Kopie, die speziell angefertigt wurde, um Sammler zu täuschen. Trotz der hohen Ausführungsqualität kann sie anhand mehrerer Merkmale vom Original unterschieden werden.
Auf der Rückseite beider Münzen lässt sich die Variante „zweibegrannt“ erkennen. Sie zeichnet sich durch das Vorhandensein von Ährengannen aus, die über die Falte des Bandes hinausragen, das den Globus umgibt. Doch selbst bei Ähnlichkeit der Hauptelemente deckt eine detaillierte Untersuchung Unterschiede auf, insbesondere am Rand, wo die Fälschung Fehler in der Inschrift aufweist.
Vergleich von Fälschung und Original
Hauptmerkmal der Fälschung – die seltene Variante „Dorn“
Der Hauptunterschied, der die Fälschung verrät, ist das Vorhandensein eines seltenen Stempelfehlers, bekannt als „Dorn“. Dieser Defekt befindet sich auf der Abbildung des landwirtschaftlichen Geräts in den Händen des Bauern, das zum Pflanzen von Kartoffeln verwendet wurde.
Bei der gefälschten Münze ist einer der Stege dieses Werkzeugs verdoppelt, was den sogenannten „Dorn“ bildet. Ironischerweise kopierten die Fälscher eine ziemlich seltene und für Sammler wertvolle Variante, was zum Hauptmerkmal der Fälschung wurde. Eine echte Münze mit einem solchen „Dorn“ ist selten anzutreffen, weshalb ihr Auftauchen besondere Vorsicht erfordern sollte.
Hauptmerkmal der Fälschung – die seltene Variante „Dorn“
Weitere Merkmale: Gewicht und Korrosion
Parameter
Original
Fälschung
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Standardgewicht
20 g
-
Tatsächliches Gewicht
20.08 g
15.60 g
Reiner Silbergehalt
18 g
Nicht vorhanden
Neben dem „Dorn“ gibt es noch weitere Methoden, um die Echtheit der Münze zu bestimmen. Die wichtigste davon ist das Wiegen.
Wie aus der Tabelle ersichtlich, ist die Fälschung deutlich leichter als das Original. Das liegt daran, dass sie nicht aus Silber, sondern aus einem anderen, leichteren Metall gefertigt ist. Darauf deuten auch kleine Rostflecken auf der Oberfläche der Fälschung hin, da Silber nicht für eine solche Korrosion anfällig ist.
Vorhandensein von Graten und Unebenheiten am Rand der Fälschung.
Abweichung der Schriftart am Rand vom Original bei genauerer Betrachtung.