Goldgewinnung aus Chips von altem Arbeitsspeicher: Ein schrittweiser Prozess - AUCBURG | AUCBURG
Goldgewinnung aus Chips von altem Arbeitsspeicher: Ein schrittweiser Prozess
Als Ausgangsmaterial für die Goldgewinnung dient eine Charge gleichartiger Chips, die von alten Arbeitsspeicherplatinen entfernt wurden. Das Gesamtgewicht des Materials beträgt 899 Gramm, was zur Vereinfachung der Berechnungen auf 900 Gramm aufgerundet wird.
Als Ausgangsmaterial für die Goldgewinnung dient eine Charge gleichartiger Chips, die von alten Arbeitsspeicherplatinen entfernt wurden. Das Gesamtgewicht des Materials beträgt 899 Gramm, was zur Vereinfachung der Berechnungen auf 900 Gramm aufgerundet wird.
Thermische Behandlung und Vorsortierung
Ursprünglich war geplant, die Beinchen der Chips mit Säure zu ätzen, doch diese Idee wurde zugunsten einer direkten Verbrennung verworfen. Nach der thermischen Behandlung nehmen die Chips einen silbrig-grauen Farbton an. Da sich die Beinchen als magnetisch erwiesen, wurde beschlossen, sie mit einem Magneten abzutrennen und zu entsorgen, um den weiteren Prozess nicht zu erschweren.
Thermische Behandlung und Vorsortierung
Chemische Behandlung der Asche
Das verbrannte Material wird zu einer weiß-grauen Asche zermahlen. Diese Asche wird in einer Lösung aus Salpetersäure unter Zugabe eines Elektrolyten geätzt. Dieses Verfahren ist notwendig, um Reste von unedlen und magnetischen Metallen aufzulösen, die bei der Verbrennung nicht verbrannt sind.
Nach Abschluss der Reaktion wird der entstandene Niederschlag sorgfältig gewaschen, um Säurereste und gelöste Salze zu entfernen.
Chemische Behandlung der Asche
Auflösung in „Königswasser“
Der gewaschene, goldhaltige Niederschlag wird mit kochendem „Königswasser“ (einer Mischung aus Salz- und Salpetersäure) übergossen. Die Reaktion beginnt sofort und verläuft sehr heftig mit starker Schaumbildung. Diese Intensität deutet darauf hin, dass im Material eine erhebliche Menge unedler Metalle verblieben ist, die ebenfalls mit der Säure reagieren.
Auflösung in „Königswasser“
Filtrationsprobleme und grobe Fällung
Nach der Auflösung des Goldes erweist sich die Lösung als sehr schmutzig und trüb, da sich eine feindisperse Suspension bildet, die selbst durch dichte Filter dringt. Nach fünf erfolglosen Filtrationsversuchen wird entschieden, eine vorläufige, „grobe“ Fällung des Goldes durchzuführen.
Dazu wird Eisenvitriol in die Lösung gegeben, wodurch ein ungereinigter Goldniederschlag zusammen mit einer großen Menge weißer Verunreinigungen (Trübung) ausfällt.
Filtrationsprobleme und grobe Fällung
Endreinigung und Endergebnis
Der erhaltene grobe Niederschlag wird erneut in einer frischen Portion Königswasser gelöst. Diesmal ist die Lösung deutlich sauberer und lässt sich filtrieren. Vor der endgültigen Fällung wird überschüssige Salpetersäure mit Sulfamidsäure neutralisiert.
Anschließend wird frisches Eisenvitriol in die gereinigte Lösung gegeben. Die Lösung verdunkelt sich, und es beginnt, ein reiner Goldniederschlag auszufallen. Nach fünf Minuten ist am Boden des Becherglases bereits eine deutliche Schicht des dunkelbraunen Edelmetallpulvers zu sehen.
Das Endgewicht des gewonnenen Goldes betrug 0,88 Gramm, was einer Ausbeute von etwa 1 Gramm pro Kilogramm Ausgangsmaterial entspricht.