Griechische Banknoten 1822–2002: Überblick über die Ausstellung in Athen
In Athen, im historischen Archiv der Nationalbank von Griechenland, findet eine Ausstellung statt, die den griechischen Banknoten gewidmet ist. Die Exposition umfasst einen bedeutenden historischen Zeitraum von 1822 bis 2002. Obwohl sie bereits am 1. Februar 2006 eröffnet wurde, bleibt sie ein wichtiges kulturelles Ziel für alle, die sich für die Geschichte des Geldes interessieren.

Überblick über die Ausstellung griechischer Banknoten
In Athen, im historischen Archiv der Nationalbank von Griechenland, findet eine Ausstellung statt, die den griechischen Banknoten gewidmet ist. Die Exposition umfasst einen bedeutenden historischen Zeitraum von 1822 bis 2002. Obwohl sie bereits am 1. Februar 2006 eröffnet wurde, bleibt sie ein wichtiges kulturelles Ziel für alle, die sich für die Geschichte des Geldes interessieren.
Ein Besuch dieser Ausstellung kann dazu inspirieren, eine eigene Sammlung anzulegen. Beeindruckt von dem Gesehenen könnte man beispielsweise ein thematisches Album zusammenstellen, das einer der dramatischsten Perioden der griechischen Finanzgeschichte gewidmet ist — der Hyperinflation. Die Informationen über die Ausstellung sind auf dem Stand von Anfang 2020, aber ihr Wert als historische Quelle bleibt unverändert.
Geldmuseen in Athen
Athen bietet Liebhabern der Numismatik und Notaphilie mehrere interessante Orte. Insgesamt gibt es in der Stadt drei Museen, die auf die eine oder andere Weise mit der Geschichte des Geldumlaufs verbunden sind.
- Numismatisches Museum. Dies ist das bekannteste und beliebteste Museum zu diesem Thema und befindet sich im Stadtzentrum. Seine Ausstellung ist ausschließlich Münzen gewidmet, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der reichen Geschichte der antiken griechischen Numismatik.
- Museum der Bank von Griechenland. Das zweite Museum, das der Finanzgeschichte des Landes gewidmet ist.
- Ausstellung griechischer Banknoten. Der dritte Ort, im historischen Archiv der Nationalbank von Griechenland, der Gegenstand dieser Rezension ist.

Geschichte der Zentralbanken Griechenlands
| Name der Bank | Tätigkeitszeitraum |
| Nationalbank von Griechenland | 1841 - 1928 |
| Bank von Griechenland | 1928 - bis heute |
Für das Verständnis des Ausstellungskontextes ist es wichtig, zwischen zwei zentralen Finanzinstituten in der Geschichte Griechenlands zu unterscheiden. Bis 1928 war die Nationalbank von Griechenland die Zentralbank des Landes. In ihrem historischen Archiv ist auch die Banknotenausstellung untergebracht.
Nach 1928 gingen die Funktionen der Zentralbank auf eine neue Organisation über — die Bank von Griechenland, die diese Rolle bis heute innehat. Somit präsentiert die Ausstellung das Erbe des Vorgängers der modernen Zentralbank.

Organisation und Inhalt der Ausstellung
Der Besuch der Ausstellung war kostenlos, sie war jedoch nur zu streng festgelegten Zeiten geöffnet. Ihr Standort liegt nicht im touristischen Zentrum von Athen, was sie für zufällige Besucher weniger zugänglich, aber für passionierte Sammler umso wertvoller macht. Zum Zeitpunkt des Besuchs im Jahr 2020 gab es im Archiv zwei Ausstellungen: eine über die Bank und eine über die Banknoten.
Die Banknotenausstellung zeichnet sich durch eine hervorragende Organisation und Gestaltungsqualität aus. Sie ist sehr logisch aufgebaut und enthält eine riesige Menge an Archivmaterial: Banknotenentwürfe, unveröffentlichte Muster, Vignetten, historische Dokumente und vieles mehr. Das macht sie zu einer der besten Ausstellungen, die ausschließlich dem Papiergeld gewidmet sind.

Die griechische Hyperinflation während des Zweiten Weltkriegs
Einer der eindrucksvollsten Stände der Ausstellung ist der Periode der Hyperinflation in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs gewidmet. Diese Periode ist eines der bedeutendsten Beispiele für Hyperinflation im 20. Jahrhundert. Der Stand zeigt eine vollständige Serie von Banknoten, die die rapide Geldentwertung widerspiegelt.
- 5 000 000 Drachmen
- 10 000 000 Drachmen
- 25 000 000 Drachmen
- 200 000 000 Drachmen
- 500 000 000 Drachmen
- 2 000 000 000 Drachmen
- 10 000 000 000 Drachmen
- 100 000 000 000 Drachmen
Die größte Banknote mit einem Nennwert von 100 Milliarden Drachmen wurde im November 1944 ausgegeben und war etwa ein Jahr lang, bis November 1945, im Umlauf.

Banknotendesign und die Verbindung zur Antike
Besonders interessant ist das Design der Banknoten aus der Zeit der Hyperinflation. Viele der auf diesen Scheinen verwendeten Abbildungen wurden dem Fries des Parthenon entlehnt. Die Ausstellung zeigt anschaulich, welche spezifischen Figuren und Reliefs des antiken Tempels als Grundlage für das Design bestimmter Banknoten dienten.
Die Exposition ist geschickt organisiert, um diese Verbindung zu demonstrieren. Besucher können nicht nur die Banknoten selbst, sondern auch ihre Inspirationsquellen sehen. Die Ausstellung ist in Säle unterteilt, in denen in vertikalen Ständern die im Umlauf befindlichen Banknoten und in horizontalen Vitrinen begleitende Archivmaterialien, Skizzen und Dokumente präsentiert werden.
